Nächste Termine:

Internationaler Museumstag

Sonntag, 17. Mai 2026, 11 Uhr bis 17 Uhr (öffentlich)
Ort: Lobdengau-Museum und davor

Am Internationale Museumstag sind auch Vorstandsmitglieder der SPD beteiligt. Es wird tolle Speisen und Getränke geben, Musik, Erlebnis und Führungen. Siehe Plakat.

ABB-Areal: Präsentation Siegerentwurf

Donnerstag, 21. Mai 2026, 19 Uhr (öffentlich)
Ort: ABB-Areal, N-Gebäude, Wallstadter Str. 59

Wir werden erfahren, wie das neue Quartier auf dem ehemaligen ABB-Areal aussehen wird. Das Sieger-Planungsbüro wird an diesem Abend seinen Entwurf vorstellen.

Afrikakonzert

Mittwoch, 3. Juni 2026, 19 Uhr (öffentlich)
Ort: Evangelische Stadtkirche

Tickets 20 € an der Abendkasse. Einlass18 Uhr.

Mehr dazu

>> Politik zum Verstehen

Erklärer: Aus Gemeinderat und Technischem Ausschuss

Gemeinderat-Splitter vom 29. April 2026

Ganztagsschule: Ladenburger Modell

Vorweg: dieser Erklärer ist ein wenig länger als gewohnt. Denn wir wollen zunächst etwas weiter ausholen bevor wir in der zweiten Hälfte auf die Ladenburger Situation eingehen.

Deutschland ist mit seiner Vormittags-Grundschule in Europa die große Ausnahme in Europa und unter den OECD-Staaten.

Man kann die Lehrkultur und den anderen Lehrplan in Deutschland aber nicht mit der in anderen Ländern vergleichen.

Eine große wissenschaftliche Untersuchung, die Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU), hat jedoch genau diese Unterschiede in den Lehrplänen umgangen, indem sie nur die messbaren Ergebnisse vergleicht. Das ist hier erklärt. Die letzte IGLU-Untersuchung aus dem Jahre 2021 kann hier geladen werden. 

Die vier wichtigsten Ergebnisse:

1. Deutschland findet sich bei den regelmäßigen IGLU-Untersuchungen schon seit über 20 Jahren im Mittelfeld. Das ist für ältere Schüler auch in einer OECD-Studie von 2024 gezeigt worden. Diese Studie kann hier geladen werden (aber Vorsicht, sie ist sehr ausführlich).

2. Die IGLU-Studie legt dar, dass die soziale Ungleichheit in Deutschland seit 2001 gestiegen ist. Schüler aus sozial schwachen Schichten können also schlechter lesen und schreiben als solche aus anderen Haushalten.

3. In sozial schwachen Familien wird oft weniger gelesen und vorgelesen. Deren Kinder benötigen dann mehr Förderung in der Schule. Lehrkräfte in Deutschland bringen aber weniger Zeit für die Leseförderung auf als in anderen Staaten: in Deutschland sind es 141, im EU-Durchschnitt 194 und in den OECD-Staaten sind es 205 Minuten pro Woche. Das ist fast 50% mehr als in Deutschland.

4. Diese Ungleichheit ist einer von mehreren Gründen, dass Kinder aus sozial schwachen Schichten sich weniger oft fürs Gymnasium entscheiden, auch wenn sie genauso schlau sind wie die anderen Kinder.

Stadtrat Gerhard Kleinböck meint: Den Bildungserfolg vom Elternhaus abkoppeln erhöht die Bildungschancen. Das führt auch zu mehr Gleichberechtigung der Geschlechter und besseren Karrierechancen der Frauen. 

So weit zum Hintergrund.

Zwei Kinderpuppen

Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt in Baden-Württemberg die Ganztags-Betreuung. Sie kommt mit einem Rechtsanspruch auf 40 Zeitstunden pro Woche an Betreuung. Das schließt den klassischen Unterricht ein (in der Grafik gelb) sowie die Ferienzeit (außer 20 Tage, an denen es keine Betreuung gibt). 

In der jetzigen Planung wird dem bestehenden Schulmodell eine Betreuung hinzugefügt (in der Grafik blau). Das bedeutet die Einstellung von neuen Kräften, das Erstellen eines Betreuungsplans und die Schaffung von Schülergruppen. Bei regulärem Unterricht weiß man Jahre im Voraus wie viele Kinder jedes Jahr in die Schule kommen. Bei der Betreuung können sich Eltern sich erst wenige Monate vor Beginn entscheiden, ob ihr Kind teilnimmt. Das macht die Planung und die Einstellung von Fachkräften unsicher.

Die Chancengleichheit würde durch die nachgelagerte Betreuung nur unwesentlich verbessert (etwa durch Hausaufgaben), denn der Kernunterricht bleibt ja unverändert. Außerdem müssen die Eltern die Betreuung bezahlen. Die Beiträge wurden in einem zurückliegenden Erklärer behandelt. 

Die Verwaltung hat nun ein Modell einer Ganztagsschule vorgeschlagen, welches einen Schritt weiter geht. Das Ladenburger Modell (rosa und blau in der Grafik, siehe auch die Informationsvorlage) sieht ein längeres aber aufgelockertes Lernen vor mit:
• rhythmisiertem Schulalltag mit Lern-, Förder-und Entspannungsphasen, 
• Integration von Schulsozialarbeit und pädagogischen Fachkräften,
• stabilen soziale Gruppen und verlässlicher Personalplanung und
• Integration der Hausaufgaben in den Schulalltag.
Eine Ganztagsschule ist für die Eltern kostenfrei.

Das Ladenburger Modell gälte für Montag bis Donnerstag. Am Freitag wäre wie bisher um 12:30 Uhr Schluss mit dem regulären Unterricht. An allen Wochentagen würde weiterhin Betreuung bis 16:30 Uhr angeboten, die wie beim bisherigen Modell bezahlt werden muss. Von Montag bis Freitag wäre die Betreuungsphase aber kürzer (1½ Stunden statt vorher 4).

Viele Bürgerinnen und Bürger in Ladenburg fordern Wahlfreiheit. Etwa durch zwei getrennte Modelle in der Dalberg und der Astrid-Lindgren-Schule oder einem Mischmodell in einer der beiden oder nur einer Schule. Der Bürgermeister dazu: das muss dann aber auch organisatorisch möglich und finanziell umsetzbar sein.

Einige Stimmen meinten, dass in Wiesloch beide Modelle an getrennten Schulen existierten. Dort hat sich der Gemeinderat unlängst eine Ganztags-Grundschule angeschaut. Wiesloch hat aber doppelt so viele Einwohner und fünf Grundschulen. Das macht Planung und Durchführung dort einfacher.

Die Grundschule in Edingen hat auch ein Mischmodell mit zwei Klassen im Halbtagsunterricht und einer Klasse im Ganztag. Auch Schriesheim hat so ein Modell und das wird sich Angelika Gelle demnächst anschauen.

Nach den Pfingstferien wird es eine Befragung von Eltern von unter 7-jährigen Kindern geben. Danach wissen wir, wie viele Eltern sich für so ein Modell entscheiden würden. Und dann wird weiter diskutiert. Im Frühjahr 2027 könnte der Gemeinderat frühestens darüber abstimmen.

Vielleicht können die Gemeinderätinnen und -räte auch mit Stadträtin Iris Lipowski-Overduin (Grüne) ihre alte Grundschule in den Niederlanden besuchen. Denn dort geht, nach den Worten der Stadträtin, der Ganztags-Unterricht ganz entspannt vonstatten. Die Niederlande liegen in allen Bildungs-Studien vor Deutschland.

Vergleich der Schulzeiten von Ganztags-Grundschule zur bisherigen Grundschule mit anschließender Betreuung

Tech­nischer Aus­schuss-Splitter vom 6. Mai 2026

Im TA aufgeschnappt

  • Straßensanierung: In der Trajanstraße wird zur Zeit die Asphaltdecke ausgebessert. Dadurch wird die Lebensdauer des Belags verlängert bevor dieser mit erheblichen Kosten total ersetzt werden muss. Auch die Ilvesheimer und die Bahnhofstraße werden saniert. Die Zufahrt zum Asphaltwerk wird erneuert, wovon auch der Kleingartenverein profitieren wird.
  • Die Gleise in der Industriestraße werden entfernt sobald die Besitzverhältnisse geklärt sind (also, wer zahlt). Die Stadt ist bei der Ermittlung des Besitzers der Gleise einen Schritt weiter gekommen.
  • Die Zone 30 in der Benzstraße soll demnächst auf der gesamten Benzstraße gelten. Bisher ging das nur wegen Lärmschutz. Nun aber emfpfiehlt das Verkehrsministerim in Stuttgart Tempo 30 zusätzlich an Straßen, die als Schulwege ausgewiesen sind. Das ist bei der Benzstraße der Fall. Die Stadt wird dazu einen Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde stellen.
  • Während der Bauarbeiten des Freibades, das ja erst zur Badesaison 2028 wieder offen sein wird, will die Verwaltung den Ladenburgerinnen und Ladenburgern Gelegenheit gegeben, die Baustelle zu besichtigen.
  • Die Toilette im Rathaus wurde nach dem letzten Vandalismus-Vorfall saniert und ist nun – probeweise – bis Sonnenuntergang geöffnet.
  • Auf dem Benz-Kreisel haben sich nicht-einheimische Pflanzen (sogenannte Neophyten) ausgebreitet. Diese wurden entfernt und es wurde eine einheimische Saatenmischung eingesät.
  • Die Ausfahrt mit dem Auto aus der Eintrachtgasse in die Heidelberger Straße wird oft durch in der nähe parkende Fahrzeuge erschwert. Die Verwaltung wird sich das anschauen.
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Aus der Presse:

Ladenburger Zeitung vom 24.04.2026

Der SPD-Ortsverein Ladenburg wird aktiv

In der Jahreshauptversammlung wurden drei Anträge eingebracht, die sich mit dem Erscheinungsbild der SPD befassen / Die Leistungen werden schlecht „verkauft“

Aus familiären Gründen muss der Ortsvereinsvorsitzende der SPD, Markus Bündig, derzeit kürzer treten. Die Partei vor Ort wird daher derzeit von der Stellvertreterin Barbara Scholz und vom Vorstandsmitglied Michèl Schummer geführt, die die Jahreshauptversammlung im Veranstaltungsraum der Löwenscheuer leiteten. 

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Die Redaktion vom 26.04.2026

Barbara Scholz und Herbert Felbek für 40 Jahre LSV geehrt

Die Ladenburger Sportvereinigung LSV hat die stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins sowie das SPD-Mitglied Herbert Felbek für 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt.
Wir gratulieren ganz herzlich.

27 anwesende LSV-Mitglieder wurden für ihre Treue von Petra Klodt (links vorne) geehrt – darunter Barbara Scholz und Herbert Felbek
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