Das fragen sich wohl so einige.
Die Hitzeglocke über Mitteleuropa hat uns seit über einer Woche im Griff. Wir wissen alle, dass so eine Hitzewelle diesen Sommer noch einmal kommen kann. Und in den kommenden Jahren dann wieder, und immer häufiger, und immer länger, und immer heißer.
Das Freibad ist für Viele der einzige Weg für etwas Abkühlung. Da verwundert es nicht, wenn wir 2026 bereits 20% mehr Besucher zählen als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, insgesamt sagenhafte 36.700 Besucher. Auch das Einnahmeniveau liegt deutlich über dem Vorjahr.
Können wir bei so einem Bedarf die Schließung des Freibades also nicht um einen Monat verschieben? Ja, schon. Aber dann sind die 2,8 Millionen an Zuschuss futsch.
Dieser Bundeszuschuss muss bis zum 31.12.2027 ausgegeben worden sein. Sonst verfällt er. Das heißt also, dass die Baufirmen Ende 2027 ihr Geld bekommen haben müssen. Das Geld kriegen diese aber erst, wenn die Becken fertiggestellt sind. Der Zeitplan bis dahin ist sehr straff geplant. Kurze Verzögerungen sind da schon mit eingeplant, etwa durch Bodenfrost oder Überschwemmung.
Die Firmen haben natürlich auch schon ihre Zeitpläne erstellt und die kann man jetzt nicht mehr umschmeißen. Am 3. August geht es also los.
Der erste Schritt:
Das Wasser muss abgelassen werden. Das dauert eine ganze Weile.
Gleichzeitig wird eine Baustraße um die bestehenden Becken angelegt. Auf der werden die Materialien transportiert. Außerdem wird die Baustelle eingerichtet. Die Baustraße wird am bestehenden Durchgang westlich des Toiletten/Dusch-Bereichs an die Neckarstraße angeschlossen.
Die Anlage der Baustraße geschieht in Eigenregie der Stadt. Dadurch kann das Material, zum Beispiel der Schotter, später an anderer Stelle wiederverwendet werden.
Die Kosten für Baustraße und Baustelleneinrichtung belaufen sich auf 215.000 €. Dieser Betrag ist ein Teil des Gesamtvolumens vom 9,4 Millionen Euro.
Hitze und Starkregen werden in der Zukunft vermehrt auftreten. So wie die Hitzeglocke, die im Moment über Mitteleuropa steht, gibt es Regenwolken-Systeme, die über einem Gebiet stehen bleiben und ihr gespeichertes Wasser auf nur wenigen Quadratkilometern abgeben. Und auch die werden häufiger auftreten und länger anhalten.
So schlimm wie im Ahrtal mit 150 Litern pro Quadratmeter wird es in Ladenburg wohl nie kommen, aber auch wir hatten im letzen Jahr drei Starkregen-Ereignisse zwischen 20 und 40 l/m2. Zehn Liter pro Quadratmeter gelten als Normalwert.
Wir wissen bereits, welche Flächen von Hochwasser betroffen sind. Hochwasser entstehen meist weit entfernt von Ladenburg, also an den Oberläufen von Neckar und den zwei Bächen aus Schriesheim und Dossenheim.
Ein Jahrhunderthochwasser, also eines, welches statistisch etwa alle 100 Jahre vorkommt, würde große Teile von Ladenburg überschwemmen. Nur die Altstadt und die nördlich davon liegenden Gebiete blieben verschont, denn sie liegen höher (siehe Karte).
Auf dieser Karte sieht man auch, wie unsere Bäche anschwellen und das Überschwemmungsgebiet südlich von Haus Mirabelle überfluten würden. Die Felder in diesem Gebiet wären dann direkt betroffen.
Was aber passiert mit unseren Häusern und Straßen, wenn es bei uns tagelang regnet?
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat vor einiger Zeit den Kommunen angeboten, ein Starkregen-Risikomanagement-Konzept zu erstellen. Und sie würden 70% der Kosten übernehmen.
Der Gemeinderat hat nun einstimmig beschlossen, eine solche Studie zu beantragen. Sie wird 66.500 € kosten, von denen knapp 20.000 € von der Stadt bezahlt werden müssen.
Diese Studie wird uns zeigen, wo das viele Regenwasser hinfließt. Sie wird auch Vorarbeiten bei der Vermeidung von Überschwemmungen in Schriesheim und Dossenheim mit einbeziehen. In anderthalb bis zwei Jahren wird sie dann der Stadt vorgelegt werden.
Danach kann jeder Bürger, jede Bürgerin sehen, wie ihr Grundstück, ihr Haus gefährdet sind, und dann Vorsorge treffen. Die Stadt kann Maßnahmen ergreifen, um wichtige Infrastruktur zu schützen, etwa Pflegeheime oder wichtige Zufahrtsstraßen.
Der Christliche Bürgerhospitalfonds (Link zur Satzung) baut in der Schriesheimer Straße neben der Tankstelle 11 Wohnungen mit 2-3 Zimmern für einkommensschwache und ältere Mitbürger:innen. Diese werden in Ladenburg dringend benötigt.
Die Wohnungen sind zwischen 57 und 93 m2 groß. Berechtigte sind Personen mit einem Wohnberechtigungsschein.
Zu den 3,8 Millionen Baukosten gibt es 1,59 Mio € Zuschuss. Dadurch wird ein relativ niedriger Preis von 3000 € pro Quadratmeter erreicht. Ende 2027 soll das Haus bezugsfähig sein.
Vertreter des Gemeinderats, der gleichzeitig den Stiftungsrat darstellt, sind am Mittwoch, 24. Juni zum Spatenstich zusammengekommen. Von der SPD-Fraktion waren Gerhard Kleinböck (1. von rechts) und Bernd Garbaczok (Mitte, rechts neben dem Bürgermeister) dabei.
Der Vorstand des Ortsvereins hat eingeladen und es kamen 35 Genossinnen und Genossen aus Ladenburg (inklusive Bürgermeister Stefan Schmutz und den Stadträten Angelika Gelle, Uta Blänsdorf-Zahner, Bernd Garbaczok & Gerhard Kleinböck), Neckarhausen (Kreisrat Thomas Zachler), Ilvesheim (Bürgermeister Thorsten Walter) und Dossenheim (der OV-Vorsitzende Matthias Stemmler und Beisitzerin An) auf das lauschige Grün hinter dem Vereinsheim des ASV.
Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der SPD haben die zweite Vorsitzende Barbara Scholz und Kreisrat Thomas Zachler neun anwesende Mitglieder geehrt. Barbara wusste zu den Jahren ihres Eintritts einiges zu erzählen (zum Beispiel, dass die Gaststätte beim Schützenhaus mal brannte) und Thomas überraschte manchen Genossen mit seinem Wissen über das, was in Ladenburg so vor sich ging. Geehrt wurden:
55 Jahre Mitgliedschaft: Jürgen Müller, Wolfgang-Peter Zingel (beide im Bild) sowie Willi Zehfuß.
50 Jahre: Olivier Elmer, Gerhard Kleinböck, Steffen Mehl, Ingrid Müller, Herbert Rittlinger, Gerhard Ermentraut und Dieter Gärtner zuteil (alle im Bild), sowie Uwe Bayer, Anna Rittlinger und Marlene von Wehrden.
45 Jahre: Axel Schulz.
35 Jahre: Constanze Sturm.
125, das ist die Hausnummer des Alten Pumpwerks im Hinteren Rindweg. 125, das ist das Alter des ASV 1901 Ladenburg e.V, der eben dort sein Vereinsheim hat.
Beim Festakt am Freitag, 19. Juni im Domhof gratulierten die SPD-Stadträt:innen Uta Blänsdorf-Zahner, Angelika Gelle und Gerhard Kleinböck dem ASV-Vorsitzenden Joachim Loose und einem Verein, der die jüngste Geschichte Ladenburgs maßgeblich mitgeprägt und, als einziger Verein in Ladenburg, Olympiateilnehmer hervorgebracht hat.
Auf dem Kreisparteitag der SPD Rhein-Neckar (23.05.2026) wurde der erste Teil eines Antrags aus unserem Ortsverein angenommen. Der Antrag lautet:
Auf Bundes- und Landesebene soll künftig gelten, dass Regierungsmitglieder (definiert als Kanzler/Ministerpräsident, Minister und Staatssekretär) keine Ämter in geschäftsführenden Parteivorständen (Vorsitz, Stellvertretung und Generalsekretär) bekleiden dürfen.
Denn, so die Begründung von Manfred Ramm und Joachim Loose, die Partei verlangt in diesen Zeiten den ganzen Einsatz eines Mandatsträgers, und ein Ministeramt verlangt das auch. "Eine Partei, die die Menschen künftig begeistern will, führt man nicht so nebenher."
Dieser Antrag wird nun dem Landesparteitag (19.-20.07.2026) zur Abstimmung vorgelegt. Wenn er auch dort eine Mehrheit erhält, wird er auf den nächsten Bundesparteitag diskutiert.
Was war noch wichtig auf dem Kreisparteitag?
Unser Bundestagsabgeordneter Dr. Lars Castellucci erinnerte in seiner Mut machenden Rede (Bild) daran, dass der Rhein-Neckar-Kreis die Landes-SPD wahrscheinlich davor bewahrt hat, ihren Fraktionsstatus zu verlieren. Denn hier in den vier Wahlbezirken des Kreises haben wir überdurchschnittlich viele Zweitstimmen erhalten.
Da ist es nur richtig, dass sich mit Jan-Peter Röderer und Farah Maktoul zwei erfahrene Vertreter aus unserem Kreisverband als Generalsekretär bzw. Beisitzerin der Landespartei bewerben. Würden sie gewählt, hieße das für die SPD des größten Kreises in Baden-Württemberg, dass sie in Stuttgart mehr Geltung hätte. Denn seit dem Wahldebakel im März hat der Kreis keinen SPD-Abgeordneten mehr im Landesparlament.
Auf dem Parteitag waren auch viele jungen Genossinnen und Genossen zu sehen, die Verantwortung übernehmen wollen, die gute Ideen haben und die der alten Tante ein paar neue Tanzschritte beibringen wollen.