Der Vorstand des Ortsvereins hat eingeladen und es kamen 35 Genossinnen und Genossen aus Ladenburg (inklusive Bürgermeister Stefan Schmutz und den Stadträten Angelika Gelle, Uta Blänsdorf-Zahner, Bernd Garbaczok & Gerhard Kleinböck), Neckarhausen (Kreisrat Thomas Zachler), Ilvesheim (Bürgermeister Thorsten Walter) und Dossenheim (der OV-Vorsitzende Matthias Stemmler und Beisitzerin An) auf das lauschige Grün hinter dem Vereinsheim des ASV.
Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der SPD haben die zweite Vorsitzende Barbara Scholz und Kreisrat Thomas Zachler neun anwesende Mitglieder geehrt. Barbara wusste zu den Jahren ihres Eintritts einiges zu erzählen (zum Beispiel, dass die Gaststätte beim Schützenhaus mal brannte) und Thomas überraschte manchen Genossen mit seinem Wissen über das, was in Ladenburg so vor sich ging. Geehrt wurden:
55 Jahre Mitgliedschaft: Jürgen Müller, Wolfgang-Peter Zingel (beide im Bild) sowie Willi Zehfuß.
50 Jahre: Olivier Elmer, Gerhard Kleinböck, Steffen Mehl, Ingrid Müller, Herbert Rittlinger, Gerhard Ermentraut und Dieter Gärtner zuteil (alle im Bild), sowie Uwe Bayer, Anna Rittlinger und Marlene von Wehrden.
45 Jahre: Axel Schulz.
35 Jahre: Constanze Sturm.
125, das ist die Hausnummer des Alten Pumpwerks im Hinteren Rindweg. 125, das ist das Alter des ASV 1901 Ladenburg e.V, der eben dort sein Vereinsheim hat.
Beim Festakt am Freitag, 19. Juni im Domhof gratulierten die SPD-Stadträt:innen Uta Blänsdorf-Zahner, Angelika Gelle und Gerhard Kleinböck dem ASV-Vorsitzenden Joachim Loose und einem Verein, der die jüngste Geschichte Ladenburgs maßgeblich mitgeprägt und, als einziger Verein in Ladenburg, Olympiateilnehmer hervorgebracht hat.
Fossile Energien werden teurer. Das liegt zum einen an der CO2-Abgabe, zum anderen an geopolitischen Faktoren, wie Russlands Krieg gegen die Ukraine oder die derzeitige Blockade der Straße von Hormus. Und es ist nicht sicher, ob die Lage in der Zukunft überschaubarer wird.
Deutschlands Häuser und Wohnungen werden hauptsächlich mit fossiler Energie geheizt. Deren Anteil geht dabei langsam zurück, vor allem wegen der Luft/Wasser-Wärmepumpen. Denn es werden in Neubauten jetzt mehr Wärmepumpen verbaut als Gasheizungen.
Altbauten können nur bedingt auf Luft-Wärmepumpen umgerüstet werden. Zunächst braucht es genügend Platz für das Außengerät. Dann benötigt man unter Umständen noch neue, größere Heizkörper oder eine Fußbodenheizung, denn die Vorlauftemperatur liegt weiter unter der von Gasthermen. Eine Wärmedämmung des Hauses ist meist auch noch von Nöten.
In der Ladenburger Altstadt ist das nicht immer machbar. Die Häuser stehen dicht an dicht mit wenig Raum für Luftzirkulation. Es nützt also wenig, wenn vier Nachbarn ihre jeweilige Pumpe in einen gemeinsamen Innenhof stellen, wenn die dann kältere Luft von dort nicht entweichen kann. In denkmalgeschützten Häusern ist die Dämmung außerdem kostspieliger als in neueren Altbauten.
Was machen die Bewohner:innen in der Altstadt, wenn das bisherige Heizen immer unerschwinglicher wird?
Die, die es können, bauen sich eine Wärmepumpe ein. Und die, bei denen es nicht geht? Holzpellets? Dagegen spricht auch die dichte Bebauung, denn das bayerische Umweltministerium hat festgestellt, dass der Feinstaub, der dabei entsteht, sich vor allem bei den direkten Nachbarn anreichert. Das hieße, die Altstadt würde riechen wie im Mittelalter. Das kann authentisch sein, muss es aber nicht.
Auch zu bedenken ist, dass Wärmepumpen, wenn es sehr kalt ist, nicht mehr als solche funktionieren. Man heizt an dann zu 100% mit Strom. Das kommt zwar nicht oft vor, kann dann aber ein Stromnetz in die Knie zwingen. Man müsste unter Umständen neue Stromleitungen verlegen.
Ist ein dezentrales Nahwärmenetz die Lösung?
Ladenburg unterhält am Rande der Altstadt bereits zwei kleine Nahwärmenetze, die die öffentlichen Gebäude und Schulen versorgen (schraffierte Gebäude im Bild). Diese könnte Schritt für Schritt vergrößert werden (rote Linien im Bild).
Die Studie:
Die Verwaltung hat eine Studie in Auftrag gegeben, die eine dezentrale Nahwärmeversorgung der Altstadt und Teile der Südstadt mittels einer Flusswärmepumpe untersucht hat (Link zur Studie). Die Ergebnisse sollen jetzt mit den Bürgerinnen und Bürgern, vor allem die in der Altstadt und angrenzender Südstadt, diskutiert werden.
Im Folgenden sind die wichtigsten Ergebnisse dargestellt:
Wie bei allen Wärmepumpen, käme etwa ein Drittel der erzeugten Wärme (rot im Diagramm) aus dem Strom, der die Wärmepumpe betreibt (gelb). Zwei Drittel kämen aus dem Neckar, dem die Wärme entzogen wird (grün). Zum Zuheizen bei extrem kalten Tagen käme eine Gastherme zur Verwendung (blau).
Voraussetzung für ein Nahwärmenetz mit Flusswärmepumpe:
In dem Projektgebiet müssten sich mindestens 60% der Anwohner bereit erklären, mit zu machen. Ansonsten würde das Netz zu teuer.
Vorteile für die Verbraucher:
• Die Vorlauftemperatur ist vergleichbar mit der in bisherigen Gasthermen. Das heißt, es muss im Haus kein Heizkörper ausgetauscht werden und eine zusätzliche Isolierung wäre nicht notwendig (aber sinnvoll). Es müsste lediglich im Keller, wo jetzt die Therme steht, ein Übergabepunkt eingebaut werden.
• Die Heizzentrale wäre mit einem Zwischenspeicher ausgestattet, der Spitzen im Verbrauch bzw. im Strompreis ausgleichen kann. Das macht den Strom etwas billiger, als wenn jeder seine eigene Anlage bestreitet.
Nachteile für die Verbraucher:
Falls jemand in diesem oder im nächsten Jahr plant, auf eine Wärmepumpe umzurüsten, aber sich durchaus vorstellen könnte, am Nahwärmenetz teilzunehmen, müsste dieser noch ein paar Jahre Geduld aufbringen. Außerdem ist natürlich nicht sicher, ob sich überhaupt genug Haushalte anschließen lassen.
Nachteile für die Stadt:
Die Straßen in der Altstadt müssten aufgegraben werden. Das müssen sie teilweise aber sowieso, wenn die Kanalisation erneuert wird. Auch kann dabei gleich das Pflaster erneuert werden. Es ist dennoch eine große Zumutung für die Bewohner. Und die Erfahrung mit der Glasfaser hat gezeigt, dass das nicht immer reibungslos verläuft.
Ungeklärte Fragen:
Was passiert, wenn irgendetwas zwischen Neckar, Wärmepumpe und Übergangspunkt im Haus etwas nicht funktioniert und das System ausfällt? Das wurde in der Studie nicht behandelt. Unser derzeitiges Nahwärmenetz in der Nordstadt läuft aber bereits seit Jahren und es gab noch keinen großflächigen Ausfall.
Auf dem Kreisparteitag der SPD Rhein-Neckar (23.05.2026) wurde der erste Teil eines Antrags aus unserem Ortsverein angenommen. Der Antrag lautet:
Auf Bundes- und Landesebene soll künftig gelten, dass Regierungsmitglieder (definiert als Kanzler/Ministerpräsident, Minister und Staatssekretär) keine Ämter in geschäftsführenden Parteivorständen (Vorsitz, Stellvertretung und Generalsekretär) bekleiden dürfen.
Denn, so die Begründung von Manfred Ramm und Joachim Loose, die Partei verlangt in diesen Zeiten den ganzen Einsatz eines Mandatsträgers, und ein Ministeramt verlangt das auch. "Eine Partei, die die Menschen künftig begeistern will, führt man nicht so nebenher."
Dieser Antrag wird nun dem Landesparteitag (19.-20.07.2026) zur Abstimmung vorgelegt. Wenn er auch dort eine Mehrheit erhält, wird er auf den nächsten Bundesparteitag diskutiert.
Was war noch wichtig auf dem Kreisparteitag?
Unser Bundestagsabgeordneter Dr. Lars Castellucci erinnerte in seiner Mut machenden Rede (Bild) daran, dass der Rhein-Neckar-Kreis die Landes-SPD wahrscheinlich davor bewahrt hat, ihren Fraktionsstatus zu verlieren. Denn hier in den vier Wahlbezirken des Kreises haben wir überdurchschnittlich viele Zweitstimmen erhalten.
Da ist es nur richtig, dass sich mit Jan-Peter Röderer und Farah Maktoul zwei erfahrene Vertreter aus unserem Kreisverband als Generalsekretär bzw. Beisitzerin der Landespartei bewerben. Würden sie gewählt, hieße das für die SPD des größten Kreises in Baden-Württemberg, dass sie in Stuttgart mehr Geltung hätte. Denn seit dem Wahldebakel im März hat der Kreis keinen SPD-Abgeordneten mehr im Landesparlament.
Auf dem Parteitag waren auch viele jungen Genossinnen und Genossen zu sehen, die Verantwortung übernehmen wollen, die gute Ideen haben und die der alten Tante ein paar neue Tanzschritte beibringen wollen.
Der Rhein-Neckar-Kreis hat einen neuen Landrat. Manuel Just (parteilos) hat am 1. Mai Stefan Dallinger (CDU) abgelöst, der seit 2010 Landrat war. Er wird auch am Sonntag, 31. Mai zum Aktionstag Biodiversität in Ladenburg sein (siehe Termin).
Mehr zum Programm des neuen Landrats
Die Industrie und Handelskammer Rhein-Neckar führte vom 13. bis zum 30. April 2026 eine Konjunkturumfrage unter 329 Unternehmen aus allen Wirtschaftszweigen durch. Im Vergleich zur letzten Umfrage im Januar fiel der Index um acht Prozentpunkte und liegt aktuell bei 96 Punkten. Insgesamt sehen Dienstleister die Lage noch am positivsten (102 Punkte), der Handel am negativsten (74 Punkte).
Weiterlesen auf dem Web-Auftritt des Kreises