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Erklärer: Aus dem Gemeinderat

Gemeinderat-Splitter vom 21. Oktober 2026

Wassergebühr bleibt fast gleich

Bei unserem Trinkwasser gibt es gutes zu berichten. Die Grundgebühr, die 2025 eingeführt wurde, bleibt stabil. Der Wasserpreis bleibt auf dem vorherigen Niveau und steigt leicht von 1,45 € auf 1,50 €. Mit den 7% Mwst sind es dann 1,55 €.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Wassergebühren im Baden-Württemberg liegen unsere Gebühren weit darunter.

Einziger Wermutstropfen ist der Wasserverlust, der seit 2015 einen Trend nach oben zeigt (Diagramm anzeigen). Der Wasserverlust wird als Prozentsatz der bezogenen Wassermengen angegeben, die nicht von Wasseruhren erfasst werden, sowie aus Löschwasser der Feuerwehr, Wasserentnahmen des Bauhofs sowie versickerndem Wasser. 
Mögliche Erklärungen wurden im Rat diskutiert. Rohrbrüche hat es wohl keine gegeben. Sollte dieser Trend sich fortsetzen, kann das bedeuten, dass wir teuere Untersuchungen anstellen müssen, die sich dann auf den Wasserpreis auswirken. Die Verwaltung hat weiterhin ein Auge darauf.

Entwicklung der Trinkwassergebühr in Ladenburg seit 2021 und Vergleich mit dem Landesdurchschnitt

Gemeinderat-Splitter vom 21. Oktober 2026

Abwasser kommt in stadteigene Gesellschaft

Analog zur Trinkwasser-Versorgung wird ab 2027 auch die Abwasser-Entsorgung in eine Gesellschaft überführt, mit der Stadt als Besitzer. Der Vorteil ist höhere Transparenz. Denn die Zahlen fürs Abwasser verstecken sich jetzt nicht mehr im Haushalt. Auch können damit Kredite gezielt für die Abwasserversorgung aufgenommen werden. 

Ganz wichtig: Dieser Eigenbetrieb darf keine Gewinne erwirtschaften. Das heißt, dass sich keiner an den Gebühren bereichern kann. Die Gebühren decken also die realen Kosten ab, also das Kanalnetz, die Kläranlage, sowie die Überprüfung, Reinigung und Instandhaltung der Kanalisation.

Für das Abwasser gibt es zwei Gebühren:
• Das Schmutzwasser ist, was aus dem Hausanschluss in die Kanalisation fließt. Da wir keine Abwasseruhren haben, berechnet sich diese Gebühr aus der Menge des bezogenen Trinkwassers. Diese Gebühr wird 2027 den Landesdurchschnitt erreichen (grüne Linie im Diagramm).
• Die Niederschlagsgebühr berechnet sich nach der unbebauten Fläche eines Grundstücks. Diese Gebühr wird 2027 zurückgehen.

Entwicklung der Abwassergebühren in Ladenburg seit 2021 und Vergleich mit dem Landesdurchschnitt

Gemeinderat-Splitter vom 21. Oktober 2026

Radwege ums Industriegebiet

Der Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg ist bereits seit Jahren in der Planung. Das Land hat mehrere Trassen geprüft und übrig geblieben ist eine, die nördlich des Neckarkanals verläuft, um dann über die Brücke auf die südliche Seite des Neckars weiterzugehen.

Diese Trasse würde allerdings die Ausfahrt des Industriegebiets von der Straße ‘Im Hafen’ in die Ilvesheimer Straße kreuzen und es käme zu Konflikten mit dem Schwerlastverkehr. Das brachte Ladenburg in Zugzwang. Die Stadt hat daher mit den im Industriegebiet ansässigen Firmen ein Konzept erarbeitet, bei dem deren Zugänge nach Norden auf die L597 verlegt werden. Als letzte Firma wird das nun auch Isover tun.

Das Bild zeigt das Industriegebiet mit den geplanten Radwegen in Rot: Der Radschnellweg im Süden und zwei Projekten im Norden.
Zum Einen ist das ein Radweg, der nördlich der Giulinistraße verlaufen wird (siehe Plan) und Ladenburg mit Wallstadt verbindet.
Zum Anderen ist es der Ausbau eines Feldweges (der gerne als Abkürzung benutzt wird) zu einer Zufahrtsstraße für Isover mit einem seitlichen Radweg (siehe Plan).

Karte des Industriegebietes in Ladenburg mit, in Rot, den geplanten Radwegen

Gemeinderat-Splitter vom 21. Oktober 2026

Gemeinderatsplitter

Der Gemeinderat beschloss außerdem die folgenden vier Dinge:

  • Spielautomaten betreiben wird teurer. Die Betreiber von Spielautomaten müssen ab 2027 das gesetzliche Maximum an Steuern auf ihre Gewinne abführen. Der Steuersatz für Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeit wird auf 25% der elektronisch gezählten Bruttokasse angehoben. Das schmälert den Gewinn des Betreibers und könnte zur Folge haben, dass die Anzahl der Automaten zurückgeht. Letzteres ist von der Verwaltung ausdrücklich gewollt.
  • Hundesteuer. Die Hundesteuer bleibt bei 108 € pro Hund und Jahr und 216 € für den zweiten. Drei Dinge ändern sich:
    ▷ Der Erwerb einer neuen Hundemarke wird ab 2027 von bisher 1,50 "€ auf 10 € erhöht. Damit werden die Verwaltungskosten abgedeckt.
    ▷ Außerdem wird die zweijährige Stundung der Hundesteuer bei Erwerb eines Hundeführerscheins voll in die Satzung integriert. Dies war 2023 auf Vorschlag der SPD eingeführt worden.
    ▷ Befreit von der Steuer sind zusätzlich sogenannte "brauchbare" Jagdhunde sowie Begleithunde für den Schutz von Epileptikern und Diabetikern.
    ▷ Für Kampfhunde wird eine Steuer von 600 € bzw. 1200 € für den zweiten Hund eingeführt. Die Stadt orientiert sich bei der Definition von "Kampfhund" an der Polizeiverordnung. Diese führt in Kategorie 1 solche Rassen auf, die aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass durch sie eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren besteht (etwa Bullterrier oder Mastiff). In Kategorie 2 werden bissige Hunde aufgeführt oder solche, die Menschen in aggressiver Weise anspringen oder zum unkontrollierten Hetzen von oder Reißen von Tieren oder Wild neigen. Für Hunde in Kategorie 2 wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, ob für sie nicht der Erwerb eines Hundeführerscheins nützlich sein könnte.
  • Hundewiese. Die Stadt wird außerdem prüfen, ob sich ein geeigneter Ort für die Einrichtung einer eingezäunten Hundewiese finden könne. Dort würden Hunde ohne Leine frei herumtollen können.
  • Gebühren für Gemeindewohnungen. Wenn ein Flüchtling oder ein Obdachloser in eine Wohnung der Stadt untergebracht wird, dann verlangt die Stadt dafür keine Miete sondern eine Gebühr. In dieser Gebühr sind alle Nebenkosten enthalten, also auch Strom und Heizung. Diese Gebühr wird pro Person erhoben und nicht pro Wohnung (die Quadratmeter sind daher unerheblich). Die Gemeindeprüfungsanstalt schreibt außerdem vor, dass die Gebühren für Gemeindewohnungen kostendeckend sein müssen. Das bedeutet, dass die Stadt wenig Spielraum hat und die Gebühren erhöht werden, wenn die Kosten steigen. Die Stadt kann jedoch eine Härtefallregelung anwenden.
    Die Gebühr wird ab 2017 von derzeit 322,76 € auf 343,26 € je Person und Kalendermonat erhöht, das sind etwa 20 € oder 6% mehr.
Fotomontage von einem Spielautomaten, einem Hund und einem Flüchtlingskind

TA-Splitter vom 7. Oktober 2026

Muslimisches Gräberfeld

Entlang der Bahnlinie im nordwestlichen Bereich des Friedhofes wird ein muslimisches Gräberfeld eingerichtet werden. Es wird Platz für ca. 100 Gräber erhalten. Damit können Ladenburger muslimischen Glaubens in ihrem Zuhause beerdigt werden. Diese Gräber sind für Muslime aus Ladenburg bestimmt und nicht aus umliegenden Gemeinden.

Muslimische Gräber schauen nicht viel anders aus als die, die vorhandenen Gräber. Sie sind meist schlichter gehalten und es werden oft keine Blumen darauf gepflanzt. Auch werden die Grabstätten meist länger gehalten, aber die Gräber bleiben sogenannte Wahlgräber für die Miete gezahlt wird. Sie sind also nicht auf ewig angelegt.

Muslimische Beerdigungen unterscheiden sich von denen, die wir gewohnt sind, als dass die Zeremonie am Grab stattfindet und nicht in einer Trauerhalle. Aus diesem Grunde wird auch in diesem Bereich ein schön gestalteter Musallā-Tisch errichtet, auf dem der Tote aufgebahrt wird.

Karte des nordwestlichen Friedhofs in Ladenburg mit rot angedeutetem Areal für das muslimische Grabfeld

TA-Splitter vom 7. Oktober 2026

Im Technischen Ausschuss gehört

  • Die Benzstraße bleibt, was die Geschwindigkeit angeht, ein Flickenteppich. Das Landratsamt hat es abgelenht, dort durchgehend Tempo 30 einzuführen. Die Stadt bleibt aber am Ball.
  • Die Glasfaser ist in der Endphase ihres Ausbaus durch die UGG. Ein Bereich ist noch offen und bei zwei weitere Bereiche muss die Stadt noch abnehmen, was auch eine Mängelbeseitigung beinhaltet. Der Bürgermeister vermutet, dass zeitnah die Hausanschlüsse erfolgen werden (wenn gewünscht, natürlich).
  • Dir Reparatur der Poller ist angelaufen. Die Abdichtung ist fertig und die Technik instand gesetzt. Drei von sieben Pollern wurden von Autos beschädigt und sind verzogen. Dies kostet 6000 € pro Poller. Diese drei werden am Ortsausgang Schriesheimer Straße installiert.
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Das war unsere Stadtführung

Die Redaktion vom 17. Oktober 2026

Die SPD macht einen Stadtrundgang

Bei unserer Stadtführung hatten wird Glück, denn der vorhergesagte Regen fand nicht statt. Herbert Felbek führte uns durch die römische, mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte Ladenburgs und wir fanden immer wieder einen Bezug zu heute.

So floss der Neckar noch im Mittelalter unterhalb des Lobdengau-Museums. Die Brücke dort, unter der demnächst der Schulhof der Dalbergschule erweitert wird, zeigt praktisch das Niveau des alten Flusslaufes. 

Außerhalb des Schriesheimer Tores gab es im Mittelalter eine Art Parkplatz für Ochsenkarren. Die haben die Händler dort abgestellt, um den Wegezoll der Stadt zu vermeiden. Sie mussten dann allerdings ihre Waren auf dem Buckel zum Marktplatz tragen. Das hatte natürlich den Vorteil, dass es auf dem Marktplatz keine Parkprobleme gab. Kann man von lernen, muss aber nicht.

Die leichten Erdbeben unserer Region waren schon den Römern bekannt. Sie haben deshalb die Ziegel ihrer Fundamente wie Fischgräten angeordnet, um die Stöße abzufedern. Seitdem haben wir viel Wissen verloren und sogar heute noch bauen wir starre Wände, die dann Risse kriegen.

Zum Ausklang saßen wir in der Löwenscheuer bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen (dank Uta und Uta) und, wie bei Sozialdemokraten üblich, angeregten Diskussionen.

Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek

Und hier sind noch ein paar Eindrücke von der Stadtführung:

Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek
Mitglieder des SPD Ortsvereins Ladenburg mit dem Vorsitzenden Michèl Schummer und dem Stadtführer Herbert Felbek

Nächster Termin

Vorstandssitzung

Montag, 9. November 2026, 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr (parteiöffentlich)
Ort: Löwenscheuer

Achtung: Terminänderung!

Bitte Presse-Info beachten, alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!

Aus der Presse

Ladenburger Zeitung vom 18.09.2026

Ganztagsschule machen, sonst müssen Eltern es bezahlen

Sommerinterview-Reihe heute mit Gerhard Kleinböck, SPD-Fraktionsvorsitzender, zu Freibad, Oekogeno Vielfalt e. V., Starkregen, Flusswärmepumpe, Tourismus und Ganztagsschule

LAZ: Es ist August und das Ladenburger Freibad ist wegen Renovierung geschlossen. Wie ist Ihr Eindruck – ist es inzwischen bei den Bürgern angekommen, dass es sonst Probleme mit den Fördergeldern gibt? Werden Sie von Bürgern angesprochen?
Kleinböck: Ich hatte einen Antrag gestellt, die ersten beiden heißen Augusttage noch zu öffnen. Vielleicht wäre das ja möglich gewesen. Jetzt sind die Bagger da. Aber es ging ja um die lange Zeitschiene. Es waren schon einige, die mich da angesprochen hatten, aber ich glaube, ich konnte sie alle überzeugen. Die Diskussion geht natürlich weiter, zum Beispiel warum Bahnen verkürzt werden.

Weiterlesen in der Ladenburger Zeitung

Mannheimer Morgen vom 25.08.2026

Schere zwischen Arm und Reich wird auch in Ladenburg grösser

Gerhard Kleinböck, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat Ladenburg, spricht im Interview über die Herausforderungen bei der Sanierung des Alten Rathauses und weitere wichtige kommunale Themen in Ladenburg.

Weiterlesen im MM

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